Als sich der Radiowecker einschaltet, bin ich schon lange wach und lese. Aber meine Konzentration ist meilenweit weg und macht Urlaub. Meine Gedanken schweifen immer ab.

Also leg ich das Buch weg und trinke meine zweite Tasse Kaffee; er ist noch heiß und ich verbrenne mich, spüre aber nichts.

"Ich hab Angst. Weil wir uns so weit voneinander entfernen." hab ich dir gestern geschrieben, als du offline warst.
"Wovor? Weil ich bald weggehe?" hast du dann gefragt, als ich offline war. Nein, gar nicht offline, aber unsichtbar. Ich hätte nicht mit dir reden können. Weil es zu weh getan hätte. Und noch tut. Du versteht es nicht. Was interessiert mich die körperliche Entfernung von zwei Stunden. Wenn unsere Seelen und unsere Liebe scheinbar durch einen ganzen Kontinent getrennt ist.

Weil du mir so weh getan hast. Als du alles aus mir rausgepresst hast, was du wissen wolltest. Ich aber wollte es dir verschweigen. "Ein anderes Mal" habe ich gesagt, aber das reichte dir nicht und du hast mich in der Luft zerrissen, um endlich zu wissen. du hast mich richtig erpressst. Und mein Vertrauen zu dir gebrochen. In tausend kleine Scherben. Viel Spaß beim wieder zusammen setzen. Ich bin zusammengebrochen. Und du hast noch scheinheilig gefragt, wie es mir geht. Kannst du dir das nicht denken? Ich hätte gerne alles aus mir rausgebrochen, was du in mir in Aufruhr  versetzt hast. Aber du hattest ja endlich, was du wolltest - Gewissheit. Wie es mir ginge - scheißegal.

Und nun verlangst du von mir, dass ich so tue, als sie alles wie immer. Und du versteht noch nicht mal, wenn ich mit dir reden will, was ich dir sagen will.
7.7.07 09:03
 


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen
Gratis bloggen bei
myblog.de